Mr. Man
Hier ein kleiner Text den ich geschrieben habe. Um den Text ganz zu verstehen hört euch dieses Lied vorher an: https://www.youtube.com/watch?v=EFOv_Mbp3n8
Mr. Man ist nichts mehr als ein Mensch. Manchmal stark und manchmal ziemlich schwach. Er versucht immer alles zu behalten und vergisst meistens die Hälfte. In seinen Kopf ist immer viel los. Ein Vulkan voller Ideen. Aber ausbrechen tut er nicht. Das traut er sich nicht. Er bleibt stumm.
“I’m sorry Mr. Man…”
Mr. Man ist smart, ein Gentleman. Gleichermaßen ein Arsch und nett. Ihm ist es lieber aus der Distanz zu beobachten. Menschen sind ihm irgendwie nicht geheuer. Deshalb lässt er auch nur wenige an sich ran. Mr. Man hat aufgehört zu zählen, wie oft sein Herz schon gebrochen wurde. Er ist sich nichtmal sicher ob es überhaupt jemals intakt war. Meistens vegetiert er durch sein Leben und versinkt währenddessen in Selbstmitleid. Mr. Man sieht und bemerkt so ziemlich alles was um ihn herum passiert. Fast schon systematisch analysiert er das Geschehen um sich herum. Sein leerer Blick streift umher auf der Suche nach einem Moment der Faszination. Aber es passiert nichts. Das leuchten in seinen Augen wird wohl nie zurück kommen.
“…but I don’t know why…”
Mr. Man wahr mal ehrgeizig. Er hätte alles sein können, hätte alles werden können. Die Welt retten,der erste auf dem Mars. Einfach alles. Sterne fand er schon immer cool. Mr. Man wäre ein genialer Astronaut. Aber eigentlich hat er aufgegeben. Er passt nicht in Normen. Ein Querdenker. Die Welt hätte ein großes Abenteuer, sein großes Abenteuer sein können. Alles war interessant. Heute interessiert ihn nichts mehr. Mr. Man passte nie in ein Schema. Er war immer eine bunte Mischung aus allem Möglichen.
“…the world was in his hands…”
Mr. Man ist ein unscheinbarer und durchschnittlicher Typ. In der Bahn oder in der Stadt fällt er kaum auf. Öffnet er aber seinen Mund, fällt er aus dem Rahmen. Früher hat er viel Sport gemacht. Heute starrt er mit müden Augen Löcher in die Luft. Seine Augen haben mehr als genug gesehen wenn man ihn fragen würde. Das tut nur keiner.
“…when he probably lost his mind…”
Mr. Man ist ein bisschen irre. Er kann nicht träumen. Sein Bestes ist ihm nie genug. Deshalb versucht er es erst gar nicht mehr.
“…he’s wandering away, trying find his way back home.”
Ganz selten schafft es Mr. Man seine Energiereserven nochmal zu mobiliesiern. Er erzählt aber niemandem davon. Wenn er eins gelernt hat, dann ist es keine Miene zu verziehen. Mr. Man ist selten allein, aber Einsamkeit kennt er viel zu gut. Den Mann im Spiegel erkennt Mr. Man nicht mehr.


